Förderstrukturen der audio-visuellen Kreativwirtschaft
Förderstrukturen der audiovisuellen Kreativwirtschaft: Orientierung im föderalen Mehrebenensystem
Förderstrukturen
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Ein neu gegründetes Indie-Games-Studio sucht nach Unterstützung für die Gründung. Beim Programm „Press Start: Gründungsstipendium Games“ – gefördert durch die BKM in Kooperation mit dem game-Verband und der Stiftung Digitale Spielekultur – erhält das Team neben einem monetären Stipendium vor allem Zugang zu Mentoring, Weiterbildung, Branchen-Coaching und Sichtbarkeit auf Fachveranstaltungen. Dieses Beispiel illustriert einen wesentlichen Aspekt der audiovisuellen Wertschöpfung: Tragfähige Entwicklung basiert oft nicht allein auf monetärem Kapital, sondern auf dem Zugang zu Netzwerken, Fachwissen und institutionellen Ressourcen.
Die audiovisuelle Kreativwirtschaft umfasst Film, Fernsehen, Streaming, Games, XR sowie plattformbasierte Content Creation. Sie ist geprägt von projektförmiger Wertschöpfung, temporären Kooperationen und dem „Nobody knows“-Prinzip – also einer hohen Marktunsicherheit bezüglich des Publikumserfolgs. Die institutionelle Förderlandschaft in Deutschland fängt diese Risiken über ein mehrstufiges Fördersystem auf:
Europäische Ebene: Fokussiert auf transnationale Zusammenarbeit, internationale Marktanbindung und Koproduktionsmärkte (z. B. Creative Europe MEDIA).
Bundesebene: Konzentriert sich auf strukturpolitische Rahmenbedingungen, Innovationsförderung, bundesweite Plattformen und Regelwerke wie das Filmförderungsgesetz (FFG).
Landesebene: Landesfördergesellschaften verknüpfen medienpolitische, wirtschaftliche und standortbezogene Zielsetzungen (z. B. Regionaleffekte) mit Qualifizierungs- und Matchmaking-Angeboten.
Regionale und kommunale Ebene: Kommunale Wirtschaftsförderungen und Medienzentren stärken lokale Cluster, Hubs, Coworking-Strukturen und Gründungsnetzwerke.
Diese föderale Mehrebenenstruktur führt dazu, dass Förderangebote über unterschiedliche Verwaltungsebenen und Trägerschaften verteilt sind. Während monetäre Zuschüsse zumeist bekannt sind, bleiben nicht-monetäre Unterstützungen – wie Labs, Mentoring oder Standortservices – in den jeweiligen Programmen oft schwer auffindbar.
CREATIVE INDUSTRY CONSULTING setzt an dieser Schnittstelle an. Wir analysieren das föderale Mehrebenensystem systematisch, identifizieren die passenden institutionellen Förderinstrumente für audiovisuelle Projekte und unterstützen Akteure dabei, nicht-monetäre Unterstützungsressourcen gezielt für die eigene Projekt- und Standortentwicklung zu nutzen.

Kay P. Winterberg
Chief Technology Officer

